Schulausbau im Schulzentrum


Publiziert am 12. August 2017 , Kategorie(n): Archiv, Bildung
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Ausbau der Schulen erfordert Weitblick

Im Schulausschuss am 9. Mai 2017 wurde die Raumsituation im Zülpicher Schulzentrum beleuchtet. Wir glauben, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht, der nicht wegen entstehender Kosten ignoriert werden darf.

Für die Chlodwigschule wurde der Ausbau der Offenen Ganztagsschule im Mai beschlossen. Wir müssen dauerhaft mit mindestens fünf Gruppen in der OGS rechnen. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass die Chlodwigschule ebenfalls dauerhaft vier statt bislang drei Eingangsklassen haben wird.

Die Realschule wird offenbar auch künftig vier statt bislang drei Eingangsklassen bilden.

Die Hauptschule geht in diesem Jahr wieder mit zwei statt einer Eingangsklasse an den Start.

Die rückgängige Schülerzahl am Gymnasium ist von allen Beteiligten nicht gewollt, so dass wir weiter auf vier Eingangsklassen in den kommenden Jahren hoffen.

Die Anzahl der Klassen an unseren Schulen im Zentrum steigt also ohne Zweifel an. Zudem erhöht sich auch der Anspruch an die Schulen, was wir sehr begrüßen.

Um den Schülerinnen und Schülern individuell gerecht zu werden, benötigen die Schulen eine bessere Raumausstattung. Hinzu kommen die Herausforderungen der Digitalisierung, die auch vor den Schultoren nicht halt machen. Das Programm „Gute Schule“ des Landes NRW schüttet bis 2020 einen zusätzlichen Geldsegen von fast 1,4 Mio Euro aus – die Verwendung dieser Mittel wurde und wird im Schulausschuss entgegen unseres Vorschlags aber nicht einmal diskutiert, sondern nur von der Verwaltung vorgegeben.

Für uns entsteht der Eindruck, dass die Mittel dieses Programms für ohnehin erforderliche und vorgesehene Maßnahmen zur Entlastung des Haushalts eingesetzt werden sollen. Dazu wurde es nicht aufgesetzt.

Wenn wir nicht heute gemeinsam mit den Betroffenen längerfristige Lösungen für die Raumsituation suchen, hangeln wir uns von einem Provisorium zum nächsten.

Wir können die Verantwortung für Lehrpläne, Klassengrößen und Lehrerausstattung mit Recht auf das Land NRW schieben, aber für eine auskömmliche und förderliche Gestaltung der Gebäude sind wir hier vor Ort als Schulträger verantwortlich! Es ist wichtig, dass sich Parteien und Verwaltung jetzt bewegen, um dieser Aufgabe gerecht zu werden, statt im Status Quo zu verharren.


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