Konzept für Bördebahn mit Bürgern diskutieren

Pressemitteilung: Konzept für Bördebahn mit Bürgern diskutieren

Auf ihrem ersten Ortsverbandstreffen in 2018 haben die Zülpicher GRÜNEN sich mit IMG_9351Bus und Bahn in ihrer Heimatstadt beschäftigt. Ganz besonders am Herzen liegt der Partei die Reaktivierung der Bördebahn. “In vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit hat der Bürgerbahn Verein die Strecke zwischen Euskirchen und Düren betrieben und damit ihren Verfall verhindert.”, leitete der Ortsverbands Vorsitzende Bernd Schierbaum in das Thema des Abends ein. Dieser wird nun, wie ein Mitglied es ausdrückte, wegen Erfolgs kaum noch gebraucht. In mehreren Teischritten soll der Betrieb bis Anfang 2021 auf stündliche Fahrten an allen Wochentagen ausgebaut werden. Die Zülpicher Grünen sehen darin einen großen Vorteil für die Attraktivität der Stadt.
Ganz besonders hebt Schierbaum hervor, dass die bis 2021 geplanten Baumaßnahmen die Fahrzeit zwischen Düren und Euskirchen von heute einer Stunde auf 35 Minuten verkürzen wird. “Dagegen kommt der Bus einfach nicht an”, stellt Schierbaum fest und widerspricht damit den jüngts veröffentlichten Aussagen des Fraktionsvorsitzenden der Zülpicher UWV. Entscheidend für den Erfolg des Bahnbetriebs ist für Schierbaum die Akzeptanz in der Bevölkerung. “Dazu müssen möglichst noch in diesem Jahr Anhörungen sattfinden, um die Bedürfnisse der Menschen kennen zu lernen.”. Ein paralleler Betrieb der Buslinien 298/SB98 zur Bahn sei wenig sinnvoll. Man müsse aber schauen, dass die Bahnstationen von allen Dörfern gut erreichbar seien und die Anbindung nicht schlechter werde als heute. Insbesondere die künftige Fahrtstrecke der Linie 298 müsse überdacht werden, um beispielsweise die gerade eingerichtete Anbindung von Niederelvenich nicht ersatzlos zu streichen. Auch die zu errichtenden Haltepunkte in Ülpenich und Dürscheven seien wichtig, um das Potential der Bördebahn in Zülpich zu heben.
“Der Takt der SB98 und der 298 muss im Laufe des Tages dringend verschoben werden, damit man im Berufsverkehr zweimal pro Stunde vom Euskirchen nach Zülpich kommt,”, geht Schierbaum auf die aktuelle Buanbindung ein. Die GRÜNEN können nicht nachvollziehen, dass diese einfach zu erreichende Verbesserung nicht sofort vollzogen wird. Man müsse die SB98 am Vormittag nur eine halbe Stunde länger in Euskrichen und Düren stehen lassen. Leider wurde diese Maßnahme von der Kreisverwaltung für den Winterfahrplan abgelehnt. “Wir hoffen nun auf die Umsetzung unserer simplen Idee ab dem kommenden Sommerfahrplan.”, meint Schierbaum. Die Situation für Pendler würde sich dadurch erheblich verbessern.
Ein großes Problem sehen die GRÜNEN auch darin, dass die Römerstadt nach 20 Uhr nicht mehr vom Euskirchener Bahnhof erreichbar ist. Ohne eigenen PKW wären Kino- oder Theaterbesuche ebenso wenig möglich wie der Besuch eines VHS-Kurses oder eine tägliche Arbeitszeit in Bonn oder Köln bis später als 19 Uhr. “Wir fordern schon lange eine abendliche Taxibus-Anbindung zwischen Euskirchen und Zülpich inklusive aller Dörfer.”, weist Schierbaum auf eine Lösung für das Problem hin. “Ich hoffe, dass die Stadt und der Kreis unserem schon 2016 angenommenen Antrag folgen, und Zülpich auch in den Absndstunden mit Bus und Bahn erreichbar wird.”

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