Bedingungen für Ausbau des Wirtschaftsweges

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Zülpich nimmt wiefolgt zum Bau einer Straße zwischen dem Gewerbegiet Römerallee und der L162 Stellung
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Wir können uns den Ausbau des Feldwegs unter folgenden Bedingungen vorstellen:
1. Der Nachweis der Entlastungswirkung für die Innenstadt wird durch Verkehrszählungen erbracht.
2. Die Straße wird für den LKW-Verkehr gesperrt. Busse dürfen sie befahren.
3. Es gibt Zuschüsse für die Baumaßnahmen. Der Anteil für die Stadt Zülpich soll im üblichen Rahmen bleiben und 30% der Gesamtkosten nicht übersteigen.

Begründung:
Der Neubau von Straßen entspricht nicht den Grundsätzen einer von uns befürworteten Verkehrspolitik. Wir befürworten Maßnahmen, die den Autoverkehr reduzieren und Alternativen zur Nutzung des eigenen PKW fördern. In einer ländlichen Kommune wie Zülpich ist die Nutzung des eigenen Autos für die meisten Menschen dennoch erforderlich.
Wir gehen davon aus, dass die öffentliche Nutzung des jetzigen Feldwegs einen Ausbau erforderlich macht und an der Kreuzung zur L162 ein Kreisel errichtet werden muss. Die dafür einzusetzenden Mittel sind u.E. nur zu rechtfertigen, wenn neben einer kürzeren Verbindung zwischen Nemmenich und dem Gewerbegebiet auch eine spürbare Entlastung der Zülpicher Kernstadt entsteht. Das Ausmaß dieser Entlastung muss ermittelt werden, um die Ausgaben objektiv zu rechtfertigen.
Die neue Straße darf nicht dazu führen, dass ein LKW-Schleichweg über Oberelvenich oder Ülpenich/Dürscheven in Richtung Autobahn entsteht. Deshalb ist es sinnvoll den LKW-Verkehr weiterhin ausschließlich über die B265 und die B56n zu leiten.
Wir wünschen uns, dass die Einsicht wächst auch die Alternativen zum Autofahren auszubauen und deutlich mehr Mittel in den Busverkehr und zur Förderung des Radverkehrs zu investieren.

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